Klassische Haute Route Chamonix – Zermatt

Die klassische Skidurchquerung von Chamonix nach Zermatt, vielleicht eine der schönsten Skitouren in den Alpen.

Region: Wallis, Schweiz

Kondition: Kondition Technik: Technik Maximale Teilnehmer: 5 Preis: 4 Personen Euro 890.-, 5 Personen Euro 830.-

Beschreibung

Nomen est omen, tief runter kommt man während der großen Durchquerung der Walliser Alpen selten…welcher ambitionierte Skitourengeher kennt sie nicht und möchte sie gemacht haben. Ein ausgeklügelter Weg führt uns von Chamonix nach Zermatt – steile Anstiege, schmale Scharten, wilde Gletscher – oft hat es den Anschein, als würde es nicht mehr weitergehen, als fände unser Weg ein jähes Ende in der Sackgasse eines Steilabbruchs. Jedoch tut sich auf der anderen Seite eine neue Welt auf und wir gleiten auf weiten Hängen, umgeben von bizarren Gipfeln zu Tale…

Charakter

Hochalpine Skidurchquerung in großteils vergletschertem Gelände. Z. T. technisch schwierige und lange Anstiege und Abfahrten in eindrucksvollem Westalpenambiente.

Anforderungen

Technisch: Sicherer Stemmschwung in jeder Schneeart bis max. 35 Grad steil, sichere Spitzkehren, Trittsicherheit beim Gehen mit Steigeisen.

Konditionell: Aufstiege zwischen 5 und 9 Stunden pro Tag, Abfahrten zwischen 2 und 3 Stunden pro Tag.

Details

1. Tag
Wir reisen nach Martigny in der Schweiz an und treffen uns dort am Bahnhof. Da Martigny in Bezug auf die Haute Route sehr zentral gelegen ist, haben wir damit einen idealen Treffpunkt. Martigny ist vom Zielort Zermatt, als auch von jeden Ort zwischen Chamonix und Zermatt sehr leicht erreichbar. Es würde zudem Sinn machen, schon bei der Anreise Fahrgemeinschaften zu bilden, oder gleich öffentlich anzureisen (die Schweiz ist bezüglich öffentliche Verkehrsmittel perfekt aufgestellt und man erspart sich am Ende der Tour das eigene Auto wieder zu holen). Ein Hotel in Argentiere ist unsere Unterkunft für die erste Nacht.

2. Tag
Mit einer der ersten Seilbahnen gelangen wir in zwei Sektionen von Argentiere auf die Grandes Montets (ca. 3300 m). Umgeben von einer eindrucksvollen Bergkulisse (der Blick auf den Mont Blanc ist grandios), fahren auf den Glacier d’ Argentiere ab, um den jenseitigen Aufstieg auf den Col du Chardonnet (3321 m, 3 Stunden) in Angriff zu nehmen. Dieser Col ist mit Ski von Westen kommend sehr leicht erreichbar. Jenseitig, nach Osten zu, fällt er in einem 80 m langen, ca. 45 Grad steilen Couloir ab. Diese erste Schlüsselstelle überwinden wir durch abseilen. Die weitere, kurze Abfahrt führt uns auf den Glacier de Saleina, ehe wir steil auf das Fenetre de Saleina (3261 m, 2 Stunden), eventuell mit Steigeisen, aufsteigen. Die folgende, flache Abfahrt und ein kurzer Gegenanstieg führen uns zur Cabane de Trient (3170 m, 5-6 Stunden), wo wir nächtigen.
 Alternativ zur Variante Col du Chardonnet – Fenetre de Saleina, kann man auch über den Col du Passon und den Col superior du Tour gehen (in etwa gleicher Zeitaufwand). Diese Variante hat den Vorteil, dass man nicht abseilen muss.

1200 m

1200 m

7-8 Stunden

3. Tag
Variante A (schwierig, nur bei guten Verhältnissen): Ein kurzer Anstieg führt uns in Richtung Aiguilles Dorees, die folgende Abfahrt leitet zurück auf den Glacier de Saleina. Wir steigen bis knapp unter den Col de la Grand Luy auf. Den steilen Schlussanstieg zum Übergang bewältigen wir mit Steigeisen (3416 m, 4-5 Stunden). Im Angesicht des imposanten Mont Dolent, fahren wir über Riesenhänge fast 2000 Höhenmeter hinab nach La Fouly im Val Ferret. Ein Taxi bringt uns nach Bourg S. Pierre, wo wir im Hotel Bivouac du Napoleon übernachten.
Variante B: Wir unternehmen eine kurze Tagestour auf die Petit Fourche (3512 m, 3 Stunden) oder Aiguille du Tour (3540 m 3 Stunden). Wir fahren über das Plateau du Trient ab, und steigen kurz (ca. 80 Höhenmeter) mit Steigeisen auf den Col des Escandies auf (2793 m, ½ Stunden). Eine wunderbare Abfahrt führt uns durch das Val d’ Arpette nach Champex. Ein Taxi bringt uns nach Bourg S. Pierre, wo wir im Hotel Bivouac du Napoleon übernachten.

Variante A 1000 m, Variante B 600 m

Variante A 2500 m, Variante B 2200 m

5-6 Stunden

4. Tag
Ein reiner Aufstiegstag: von Bourg San Pierre geht es auf die Cabane de Valsorey (3030 m). Das erste Wegstück (ca. 1 bis 1½ Stunden) ist meist aper, daher müssen wir die Skier am Rucksack tragen. Der Anstieg ist sehr abwechslungsreich und führt uns zunächst längs eines Baches, später über Moränen und einen steilen langen Hang zur exponierten Hütte (gesamt 5 Stunden). Wir werden nicht zu spät starten, um der Mittagshitze im südseitigen Schlusshang zu entgehen.

1400 m

0 m

5 Stunden

5. Tag
Die eigentliche Schlüsselpassage der Haute Route: steil geht es zunächst mit Harsch-, später mit Steigeisen in meist guter Stapfspur auf das Plateau du Couloir (3600 m, 3 Stunden). Dieses Plateau von der Größe eines kleinen Fußballfeldes wird traversiert, ehe man jenseitig steil in eine Gletschermulde abfährt, um danach kurz, ca. 120 Höhenmeter, auf den Col du Sonadon (3520 m, 1 Stunden) anzusteigen. Ab hier öffnet sich eine ewig lange Abfahrt über den Glacier du Mont Durand, den man bei ca. 2700 m wieder verlässt und einen Gratrücken orographisch rechts anpeilt (kurzer, flacher Gegenanstieg). Weiter ziehen wir unsere Spuren über schöne Nordhänge bis in ein Bachbett hinunter und sammeln uns für den letzten Gegenanstieg (ca. 200 m) zur Cabane de Chanrion (2462 m, 1 Stunden).

900 m

1500 m

6 Stunden

6. Tag
Ein langer Tag erwartet uns heute: Entweder über den Col Nord des Portons oder den Col de la Serpentine geht es auf die Pigne d’ Arolla (3790 m, 6-7 Stunden). Eine wunderschöne, lange Abfahrt führt uns nach Arolla, wo wir, wohlverdient, im Hotel du Pigne übernachten.

1500 m

1800 m

8 Stunden

7. Tag
Das Beste kommt zum Schluss: wir starten im Dunkeln den Aufstieg auf den Col de Bertol (3268 m, 5 Stunden). Eine kurze Abfahrt und ein Anstieg über den Glacier Mont Mine führt uns auf die Tete Blanche (3710 m, ca. 3 Stunden). Im Angesicht von Dent d’ Herens und Matterhorn schwingen wir über Stockji- und Zmuttgletscher bis zur Stafelalp bzw. (wenn möglich) bis Furi. In guten Wintern ist es möglich, von dort über die Piste weiter nach Zermatt zu fahren. Ansonsten nehmen wir die Seilbahn oder ein E-Taxi nach Zermatt. Die Retourfahrt nach Martigny bzw. Argentiere erfolgt mit Taxi oder Öffentlichen Verkehrsmitteln.

1800 m

2100 m

10 Stunden

7. April 2019 – 13. April 2019

14. April 2019 – 20. April 2019
5 freie Plätze

21. April 2019 – 27. April 2019
5 freie Plätze

28. April 2019 – 4. Mai 2019
2 freie Plätze